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alle Veranstaltungen in unserer Sonderrubrik "Snow Jazz Gastein"
alle Veranstaltungen in unserer Sonderrubrik "Snow Jazz Gastein"
Von Mexico bis Monte Video klingt der Snow Jazz 2009. Und zeigt in Gastein, dass Sound aus Südamerika viel größer ist, als das Klischee vom Latin Jazz.
Festivalleiter Sepp Grabmaier
hat eine glückliche Schwäche für das Kantige. Das hat den Programmen der vergangenen Jahre, thematisch jeweils um einzelne Instrumente konzentriert, ihr eigenständiges Klangprofil verliehen. Zum siebten Snow Jazz Festival steht nun eine rasante Reise durch Südamerika an, auf der sich unbekannte Hörweisen und unverhoffte Blickwinkel auf die vielfältige musikalische Landschaft – von Norden nach Süden reicht sie immerhin 8000 Kilometer weit – eröffnen. Jenseits vom Mainstream stellt sich die Frage: Was fangen Musiker mit ihren regionalen Traditionen an, wie klingt die lateinamerikanische Zukunft, was macht die Moderne in den Clubs?
Das lassen einerseits
meisterliche Instrumentalisten hören; Yamandu Costa zum Beispiel auf seiner siebensaitigen Gitarre. Der erst 25-jährige Brasilianer gilt als einer der besten Gitarrenspieler seines Landes, komponiert und arrangiert selbst, und wird von der Fachpresse als Genie der jungen Generation gefeiert. (Sägewerk, 21.3.) Jung und ein Meister seines traditionellen Instruments ist auch der Kolumbianer Edmar Castaneda. Seiner Wanderharfe entlockt er percussive Klanggewitter, die „bei geschlossenen Augen an mindestens drei Gitarristen denken ließen. Er tanzt mit seiner Harfe“, erzählt Sepp Grabmaier von seiner eigenen Live-Begegnung. In Gastein ist Castaneda mit seinem Quartett zu erleben (Sägewerk, 22.3.).
Und dann Bühne frei für einen der letzten alten Meister: Luis Di Matteo. Kaum ein anderer hat die Klangwelt des Bandoneon so weit erobert und in Richtung Kammermusik ausgedehnt wie der Mann aus Montevideo. Den angemessenen Raum für sein virtuoses Solospiel bietet die Christopheruskirche (26.3.) in Bad Gastein.
Zwischendurch stehen Konfrontationen
in den traditionellen Hotel-Sessions an und zeigen, was passiert, wenn ausgeprägte Musikerpersönlichkeiten aus der Neuen und Alten Welt aufeinander treffen: Kubanischer Rhythmus der Sängerin und Perkussionistin Milagros Pinera mit dem New-York-Groove des in Wien lebenden Tubaspielers Jon Sass (23.3.). Oder das Zweier-Projekt Luciano Biondini und Javier Girotto; ein Akkordeonist mit unerhörtem Klangspektrum im Dialog mit einem Saxophonisten im Improvisationsfieber, die Schwermut des Tango Argentino mit der Leichtigkeit des europäischen Südens (24.3.). Und Alegre Correa und Gerald Preinfalk, die beiden Wahl-Wiener mit Wurzeln im brasilianischen Paso Fundo respektive oberösterreichischen Mühlviertel, die sich gemeinsam der Contemporary Music verschreiben (25.3.). „Duos sind die Form, in der Welten ineinander fließen können“, meint Festivalchef Grabmaier.
Und rundherum: Hochgradig
energetische Jazz-Erlebnisse in verschiedensten Spielarten, beginnend mit der Havana Impacto zur Eröffnung, über die jungen Talente aus Österreich und Italien von Confusion Latino, bis zum Jazz-Musik-Theater mit Max Pollack – Step-Tanz auf afro-kubanisch zum finnischen Antionalepos „Kalevala“ - , zum Jazzbrunch mit Yta Moreno uns seinem Quartett und dem finalen Überflieger-Chillout mit Tango Crash. Nicht zu vergessen natürlich die Sessions im Skigebiet, wie gehabt bei freiem Eintritt.


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